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SCHNITTTECHNIK & TEXTILIEN

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Viele können sich unter dem Begriff Schnittschnitt nicht viel vorstellen. Die meisten vermuten ein Gewerbe der Film- und Videobranche. Kleider sind Hüllen, die chic aussehen und in verschiedenen Grössen erhältlich sein sollen. Die Schnittschnitt kümmert sich um den Plan, der vorgibt, wie Material zuzuschneiden ist, sodass ein Kleidungstück nach entsprechender Vorlage erstellt werden kann. Untenstehend stelle ich die verschiedenen Bereiche der Schnittschnitt vor und hoffe, die Fragen des interessierten Lesers zu beantworten.

Am Anfang jeder Schnittentwicklung steht eine Entwurfszeichnung oder eine andere Vorlage, welche den Look der Idee so gut wie möglich wiedergibt. Flachzeichnungen eignen sich dazu nur bedingt, da sie oftmals mehrere Interpretationen zulassen. Weiter ist eine Körpermasstabelle nötig, mit welcher die Dimensionen der Trägerschaft definiert werden. Der Schnitt oder die Daten zur Umsetzung des Designs können in mehreren Formen dargestellt werden. Es gilt die passende Variante zu ermitteln, welche dem Wesen der Unternehmung am besten entspricht. So können Produktionsstätten reine Nähereien sein und fertige Schnittbilder bevorzugen oder aber sie verfügen über eine angegliederte Schnittabteilung und führen die Grundschnitte selber zur Produktionsreife. Luzi de Beaufort Schnitttechnik Eine gute technische Dokumentation sollte so kurz wie möglich gehalten werden und ein Maximum an Kontrolle über das endgültige Produkt erlauben. In der Folge werden einige Formen vorgestellt, welche selbstverständlich kombiniert werden können.

Luzi de Beaufort Schnitttechnik Masstabelle Körpermasstabelle
Die Körpermasstabelle definiert die Dimensionen der Trägerschaft für welche ein Kleidungsstück oder eine Kollektion hergestellt wird. Die Masswerte entsprechen den glatt gemessenen Körpermassen und enthalten keine modischen Zugaben. Für die Erstellung von Erstschnitten ist die Körpermasstabelle eine Grundvoraus-setzung.

Luzi de Beaufort Schnitttechnik Diagramm Nestzeichnung Diagramm
Unter Diagramm versteht man eine zentrierte Zusammenstellung aller Grössen eines Schnittteils. Solche Stapel- oder Nestzeichnungen waren vor der Einführung des Computers die gängige Art für die Übermittlung von Schnittmustern an die Produktionsstätten. Das Diagramm wurde entsprechend der Anzahl Grössen auf Karton kopiert und ausgeschnitten. Aus dem erhaltenen Grössensatz wurden die gewünschten Schnittbilder erstellt. Auch heute können Diagramme eine wichtige Rolle spielen. So kann es vorkommen, dass ein Auftraggeber über einen erpobten Grundschnitt in mehreren Grössen verfügt und daraus die Ableitung von verschiedenen Modellen plant. Für eine Produktionsstätte mit einer internen Schnittabteilung reicht als Auftragsdokumentation ein Diagramm der Basisteile in mindestens zwei Luzi de Beaufort Schnitttechnik Diagramm Nestzeichnung Grössen, sowie die Flachzeichnungen und Fertigmasstabellen der zu erstellenden Modelle. Diese Vorgehensweise vereinbart Wertschöpfung und Einfachheit. Der Auftraggeber delegiert den Grossteil der Arbeit an den Produktionsbetrieb und behält dennoch eine grosse Kontrolle über die Umsetzung seiner Ideen. Der Produktionsbetrieb wiederum gewinnt Zeit durch die Freiheit, die Verarbeitung so zu gestalten, dass sie genau zum vorhandenen Maschinenpark passt. Die Anzahl Musterstücke, welche für die Entwicklung von neuen Modellen nötig sind, können so bei einem gut eingespielten Team auf ein Minimum begrenzt werden.

alt="Luzi de Beaufort Schnitttechnik Gradierwert"> Gradierwerte
Ein Gradierwert setzt sich aus einer Richtung und einem Wert in Millimeter zusammen. Er definiert den Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden Grössen. Zur Berechnung von Gradier-werten wird eine Körpermasstabelle sowie je nach Auftrag eine Fertigmasstabelle des Modells vorausgesetzt. Gradierwerte sind die kompakteste und unabhängigste Art, ein Grössenspektrum zu definieren. Sind sie einmal für die verschiedenen Kleidertypen berechnet, können sie für Folgeprodukte übernommen werden und grarantieren eine stetige Kontinuität der Grössen. Eine Basisgrösse, welche als Daten oder als gedruckte Schablone vorliegt, kombiniert mit den entsprechenden Gradierwerten, bildet eine Einheit, welche ein hohes Mass an Kontrolle und Effizienz garantiert.

Luzi de Beaufort Schnitttechnik Schnittbild Schnittlagebild Schnittlagebilder
Schnittlagebilder sind für die Produktion eines Kleidungsstückes unumgänglich. Sie dienen dazu, die Schnittteile so auf einer gegebenen Materialbreite anzuordnen, dass die Rohware optimal genutzt wird. Ein Design und der entsprechende Schnitt haben einen direkten Einfluss auf die erzielte Effizienz beim Materialverbrauch. Man sollte sich stets vor Augen halten, dass eine Ausnutzung von zum Beispiel 65% bedeutet, dass auf einen Meter Material 35cm Verschnitt anfallen. Man unterscheidet zwischen offenen und halben Bildern. Bei Halbbildern wird das Material im Bruch gelegt. Auf diese Weise kann beim Zuschnitt Zeit gespart werden, jedoch auf Kosten einer schlechteren Materialausnutzung. Grössen können verzahnt gelegt werden. Das heisst, eine kleine Grösse wird zusammen mit einer grossen Grösse gelegt, was in der Regel zu einem bedeutend besseren Materialverbrauch führt. Da ein verzahntes Bild in jedem Fall länger ist, muss abgeklärt werden, ob der Produktionsbetrieb über die entsprechende Zuschnitt Einrichtung verfügt. Schnittbilder werden mittels Schablonen direkt auf die Stoffbahn markiert oder sie werden zuerst auf einem Heisssiegelpapier aufgezeichnet, welches auf die oberste Stofflage aufgebügelt wird. Grossbetriebe wiederum sind in der Lage, Schnittbilder als CAD Daten direkt an einen Cutter zu senden. Der Umweg über einen Ausdruck auf Heisssiegelpapier entfällt. Schnittbilder können ausgedruckt auf Heisssiegelpapier oder als Daten versendet werden. Als Datenformat eignet sich das HPGL Format (Hewlett Packard Graphic Language), da dieses Format von den gängigen Plottern interpretiert werden kann. Falls der Produktionsbetrieb über einen Cutter verfügt, müssen die CAD Daten in einem Format übermittelt werden, welches von der CAD Software des Produktionsbetriebes gelesen werden kann. Die Vorteile beim Versand von Schnittbildern liegt in der Optimierung des Stoffverbrauches, da dieser zum Voraus optimal berechnet werden kann. Als Nachteil erscheint die Tatsache, dass die Materialnutzbreite festgelegt ist.

Luzi de Beaufort Schnitttechnik Fertigmasstabelle Fertigmasstabelle
Eine Fertigmasstabelle definiert die Dimensionen eines Kleidungsstückes. Die aufgeführten Masse beinhalten sowohl modische als auch technische Zugaben. Generell ist eine Fertigmasstabelle mit einer Flachzeichnung zu kombinieren, auf welcher die entsprechenden Massstrecken eingezeichnet sind. Die Kombination Flachzeichnung und Fertigmasstabelle ist als Kontrolleinheit zu verstehen. Sie gibt einem Betrieb jene Dimensionen vor, welche bei der Übergabe der fertiggenähten Teile kontrolliert werden. Als Designvorgabe eignet sich diese Kombination nur bedingt. Es ist schwierig, mit einer Flachzeichnung den Look eines Kleidungsstückes zu definieren. Oftmals führen gewisse Massvorgaben, welche vom Initiant vorgegeben werden, zu einer Verfälschung der ursprünglichen Idee.